{"id":628,"date":"2020-03-30T23:05:13","date_gmt":"2020-03-30T21:05:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.moinreise.de\/?p=628"},"modified":"2023-07-24T20:13:57","modified_gmt":"2023-07-24T18:13:57","slug":"19-das-vorerst-ungeplante-ende-unserer-weltreise-moin-bremen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.moinreise.de\/index.php\/2020\/03\/30\/19-das-vorerst-ungeplante-ende-unserer-weltreise-moin-bremen\/","title":{"rendered":"#19 Das \u201evorerst\u201c ungeplante Ende unserer Weltreise. Moin Bremen!"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\">Unsere Reisezeit: M\u00e4rz 2020<\/p>\n\n\n\n<p>Ich schreibe diesen Blogartikel w\u00e4hrend ich in meinem Arbeitszimmer in unserer Wohnung in Bremen sitze. Wir hatten eigentlich neun Monate Zeit zum Reisen. Wir wollten auf alle Kontinente &#8211; einmal um die Welt! So lange Richtung Westen reisen bis wir im Osten wieder ankommen. Das Ziel unserer Weltreise sollten die Olympischen Spiele 2020 in Tokio sein &#8211; Karate hierbei erstmalig eine olympische Disziplin. Selbst der erste deutsche Karatesportler hatte sich vorzeitig f\u00fcr Olympia qualifiziert und wir Tickets erworben. Es schien alles perfekt zu sein und nun kam doch alles anders als gedacht. <\/p>\n\n\n\n<p>In den letzten Wochen verfolgten wir dauerhaft das globale Thema Coronavirus. Im Nachhinein k\u00f6nnen wir sagen, das Thema verfolgte uns und hat uns dann doch eingeholt! Wir lasen einschl\u00e4gige Informationen im Netz \u00fcber die Heimat, \u00fcber Europa und den Rest der Welt. Wir informierten uns auf Internetseiten in spanischer Sprache \u00fcber die Lage vor Ort, an dem wir uns gerade aufhielten. Auf dem amerikanischen Kontinent hat sich der Virus deutlich versp\u00e4tet verbreitet. Es schien fast so, als w\u00fcrden wir vielleicht verschont bleiben. Aber nur kurze Zeit nachdem wir ein Land verlie\u00dfen, meldeten die L\u00e4nder erste Infektionsf\u00e4lle. So erlebten wir es mit Panam\u00e1, Costa Rica und Guatemala. Wir wussten von den zahlreichen Flugausf\u00e4llen und davon, dass Fluggesellschaften ihre Flugzeuge am Boden lie\u00dfen. Wir wussten auch, dass immer mehr L\u00e4nder ihre Grenzen schlie\u00dfen und Ausgehsperren verh\u00e4ngt haben. Wir befanden uns zuletzt auf der Yukatan Halbinsel in M\u00e9xico im Bundesstaat Quintana Roo, immer noch in Playa del Carmen. In dem Bundesstaat gab es bis zu unserer Abreise nur einen einzigen best\u00e4tigten Coronafall. Und das obwohl dort wirklich viele Touristen aus den USA aber auch Europa ihren Urlaub verbrachten. <\/p>\n\n\n\n<p>Die in M\u00e9xico bis zu diesem Zeitpunkt \u00fcberschaubare Coronasituation verleitete uns dazu abzuwarten. Janina und ich hatten einen m\u00f6glichen Abbruch der Weltreise in Betracht gezogen. Wir waren uns aber einig das Thema intensiv zu verfolgen und t\u00e4glich die Lage aufgrund aktueller Informationslagen neu zu bewerten. Eine m\u00f6gliche Option w\u00e4re f\u00fcr uns gewesen in M\u00e9xico zu bleiben und an einem \u201esicheren\u201c Pl\u00e4tzchen zu warten, bis sich die Welt wieder normalisiert hat. Kurzzeitig \u00fcberlegten wir sogar, wir k\u00f6nnten uns in Australien zwei Wochen lang in Quarant\u00e4ne begeben und danach h\u00e4tten wir ja erst einmal Zeit gehabt noch zweieinhalb Monate diesen Kontinent ausf\u00fchrlichst zu bereisen. Alle Optionen standen f\u00fcr uns zu diesem Zeitpunkt offen. Dennoch konnten wir nicht einsch\u00e4tzen wie es werden w\u00fcrde, wenn in dem Land, in dem wir uns dann befinden werden der Ausnahmezustand erreicht sein wird und die medizinische Versorgung zusammenbricht. Wird die Lebensmittelversorgung aufrechterhalten und d\u00fcrfen Ausl\u00e4nder sich \u00fcberhaupt noch im Land bewegen und aufhalten? Im Nachhinein betrachtet waren unsere \u00dcberlegungen vielleicht etwas naiv. Zu diesem Zeitpunkt war aber noch keinem klar, dass so viele L\u00e4nder ihre Grenzen g\u00e4nzlich schlie\u00dfen und der Flugverkehr vielerorts komplett eingestellt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann kam dieser eine Morgen, der f\u00fcr uns alles ver\u00e4ndern sollte. Wir hatten sechs Stunden Zeitunterschied zu Deutschland und es wurde inzwischen f\u00fcr uns zu einem Ritual nach dem Aufstehen die Nachrichten im Internet zu checken. Das Ausw\u00e4rtige Amt (AA) gab nun eine weltweite Reisewarnung heraus. Dieser drastische Schritt kam in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zuvor noch kein einziges Mal vor. Normalerweise werden vereinzelt Reisewarnungen f\u00fcr L\u00e4nder herausgegeben, die wie z.B. Syrien oder Afghanistan als v\u00f6llig unsicher eingestuft werden. Nun wurden also alle Bundesb\u00fcrger gewarnt \u00fcberhaupt zu reisen. <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr uns hatte die weltweite Reisewarnung vor allem eine Konsequenz: Der f\u00fcr die Weltreise abgeschlossene Auslandskrankenversicherungsschutz w\u00fcrde 14 Tage nach Bekanntgabe dieser Reisewarnung enden. So stand es in den Allgemeinen Gesch\u00e4ftsbedingungen des Versicherers. Die Entscheidung \u00fcber eine R\u00fcckkehr nach Deutschland wurde uns somit also abgenommen und es stand fest, dass wir schweren Herzens vorerst zur\u00fcck nach Deutschland m\u00fcssen. Ein Traum zerplatzte! Wir hatten so viel Zeit in die Vorbereitung dieser Reise investiert, haben viele andere Personen mit eingebunden. Wir wollten noch so viel sehen, so viel erleben. Und nun sollte das einfach so von jetzt auf gleich vorbei sein? V\u00f6llig benebelt und ohne zu wissen was wir da eigentlich gerade genau taten, buchten wir noch am selben Tag einen Flug mit der Lufthansa zur\u00fcck nach Deutschland. Die n\u00e4chsten Tage hofften wir dann, dass dieser Flug auch wirklich stattfinden wird. Einen Direktflug ab Cancun nach Deutschland konnten wir nicht mehr buchen. Wir mussten also \u00fcber Chicago fliegen und von dort weiter nach Frankfurt. Das war die einzige M\u00f6glichkeit, die uns blieb. Da war sie wieder &#8211; die Einreise in die USA&#8230; Lassen sie uns rein? Wir registrierten uns zus\u00e4tzlich bei einer von der Deutschen Bundesregierung beauftragten Airline f\u00fcr das R\u00fcckholprogramm von Urlaubern aus M\u00e9xico, falls die Einreise nicht klappt oder unser Flug doch noch gestrichen wird. <\/p>\n\n\n\n<p>Bis zu unserem R\u00fcckflug verstrichen noch ein paar wenige Tage, und wir haben die Zeit so gut wie es ging noch genossen. Wir waren am Strand, sa\u00dfen in der Sonne und freuten uns \u00fcber die warmen Temperaturen und haben versucht nicht zu sehr \u00fcber die ganze Situation nachzudenken. Dennoch kam immer wieder etwas Wehmut in uns auf, nun sollte alles enden. Uns gingen in diesem Augenblick viele Gedanken durch den Kopf. Auf der ganzen Welt \u00fcberschlugen sich zudem die Ereignisse. Wenigstens haben wir den Winter in Deutschland \u00fcberbr\u00fcckt. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1389_verkleinert-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-635\" width=\"489\" height=\"367\" srcset=\"https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1389_verkleinert-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1389_verkleinert-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1389_verkleinert-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1389_verkleinert-1536x1151.jpg 1536w, https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1389_verkleinert-120x90.jpg 120w, https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1389_verkleinert.jpg 1965w\" sizes=\"auto, (max-width: 489px) 100vw, 489px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Tsch\u00fc\u00df M\u00e9xico!<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Noch bevor wir das Land verlie\u00dfen, haben wir auf mexikanischen Internetseiten \u00fcber die beabsichtigte Schlie\u00dfung von Bars, Restaurants und Gesch\u00e4ften im Bundesstaat Quintana Roo gelesen. Von heute auf morgen beobachteten wir zudem, dass die Atemschutzmaske ein Alltagsgegenstand in M\u00e9xico wurde. Die Auswirkungen, die der Coronavirus in vielen Orten dieser Welt bereits mit sich brachte, und wir bisher nur aus den Medien kannten, folgten nun auch hier. Insofern waren wir beruhigt zur\u00fcck nach Deutschland fliegen zu k\u00f6nnen. Wir h\u00f6rten aus anderen Teilen M\u00e9xicos, dass Highways gesperrt werden. Wenn das in unserem Bundesstaat auch passieren sollte, w\u00fcrden wir nicht mehr zum Flughafen von Canc\u00fan kommen, der ungef\u00e4hr 100 km entfernt von Playa del Carmen lag. Von daher beschlossen wir einen Tag eher nach Canc\u00fan zu reisen, um zum einen das Risiko einer Vollsperrung des Highways zu minimieren und zum anderen einen logistischen Vorteil f\u00fcr den R\u00fcckflug zu haben. Unser Flug nach Chicago sollte um 6:15 Uhr starten und so konnten wir in der Nacht vor Abflug wenigstens noch ein paar Stunden schlafen. Au\u00dferdem mussten wir noch zum Immigrationsschalter am Flughafen und unsere Einreisegeb\u00fchr nachtr\u00e4glich zahlen. Das konnten wir somit in aller Ruhe einen Tag vor dem eigentlichen Abflug erledigen. Der administrative Vorgang war \u00fcbrigens in wenigen Minuten erledigt und Janinas urspr\u00fcnglich ungutes Gef\u00fchl \u201eillegal\u201c im Land zu sein quasi unbegr\u00fcndet. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen hatte die Lufthansa einen dreit\u00e4gigen Sonderflugplan ver\u00f6ffentlicht. Unser Flug von Chicago nach Frankfurt war gl\u00fccklicherweise auf diesem Plan und wir hatten nun Gewissheit, dass zumindest unser Flug von Chicago aus starten w\u00fcrde. Voller Spannung und mitten in der Nacht fuhren wir dann am Tag unserer Abreise zum Flughafen von Canc\u00fan. Unser Flugzeug nach Chicago stand aber Gott sei Dank zum Boarden bereit. Uns lag ein genehmigtes ESTA-Visum f\u00fcr die Einreise in die USA vor. Ohne ein genehmigtes Visum k\u00f6nnen Touristen nicht in die USA einreisen. Wir hatten dieses Visum eigentlich beantragt, um in Kalifornien unseren Roadtrip von San Francisco bis Los Angeles zu machen. <\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund der Coronasituation gab es f\u00fcr die Einreise in die USA nun aber ja die Einschr\u00e4nkung f\u00fcr alle Reisende, die in den letzten 14 Tagen im Schengenraum unterwegs waren. Das traf auf uns zwar nicht zu, weil wir seit vier Monaten au\u00dferhalb Europas unterwegs waren, aber wir wussten nicht wie das die Airline-Mitarbeiter sehen. Gl\u00fccklicherweise war dann alles einfacher als erwartet, unser Pass wurde nicht einmal richtig kontrolliert und wir wurden hierzu nur m\u00fcndlich befragt. Auch die Einreise am Flughafen in Chicago war zu unserer \u00dcberraschung kein Problem. Die Abfertigung ging \u00e4u\u00dferst schnell, keine Spur von Gesundheitstests und langen Warteschlangen. Aufgrund des wenigen Flugverkehrs sind wir nach nur 15 Minuten in die USA eingereist. Glaubt man den Informationen im Internet, dauert so eine Einreise aufgrund der Wartezeit im Normalfall zwei bis drei Stunden.  <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1432_verkleinert-1024x696.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-630\" width=\"511\" height=\"347\" srcset=\"https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1432_verkleinert-1024x696.jpg 1024w, https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1432_verkleinert-300x204.jpg 300w, https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1432_verkleinert-768x522.jpg 768w, https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1432_verkleinert-1536x1044.jpg 1536w, https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1432_verkleinert.jpg 1662w\" sizes=\"auto, (max-width: 511px) 100vw, 511px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong> Tobi zur\u00fcck an alter Wirkungsst\u00e4tte <\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich stellte die Einreise am O\u2018Hare Flughafen von Chicago ein besonderes Ereignis dar. Vor exakt 20 Jahren habe ich an diesem Flughafen bei der Lufthansa Cargo ein halbj\u00e4hriges Auslandspraktikum absolviert. Seit 2000 war ich nicht mehr an diesem Ort. Das Leben h\u00e4lt immer neue \u00dcberraschungen bereit. Das war ein besonderer Augenblick f\u00fcr mich, aber unter diesen Bedingungen hierher zu kommen l\u00f6ste gleichzeitig Gl\u00fcck und Traurigkeit in mir aus. Chicago O\u2019Hare geh\u00f6rt noch immer zu den gr\u00f6\u00dften Flugh\u00e4fen der Welt. Er hatte schon vor 20 Jahren sechs Start- und Landebahnen und das Flughafengel\u00e4nde ist riesig. Wir hatten f\u00fcr die Einreise in die USA extra gen\u00fcgend Zeit eingeplant, der Weiterflug nach Frankfurt sollte somit erst sieben Stunden sp\u00e4ter gehen. Zu unserer gro\u00dfen \u00dcberraschung hatten alle Gesch\u00e4fte und Restaurants am Flughafen geschlossen. Dieser sonst so quirlig frequentierte Flughafen wirkte an diesem Tag wie ausgestorben. Nat\u00fcrlich fanden auch hier fast keine Fl\u00fcge mehr statt. In Chicago herrschte zudem Ausgangssperre. Nicht einmal ein B\u00e4cker hatte am Flughafen ge\u00f6ffnet und wir hatten m\u00e4chtig Hunger, weil wir auf unserem ersten Flug kein Fr\u00fchst\u00fcck bekommen haben und wir den ganzen Tag bis dahin noch nichts gegessen hatten. Wir erhielten den Tipp, dass wir zum Flughafen gegen\u00fcberliegenden Hilton Hotel gehen k\u00f6nnen, dort w\u00fcrde es eine Kaffeebar geben. Wir sind also mit unserem kompletten Gep\u00e4ck durch die K\u00e4lte ins Hilton Hotel gestiefelt und kauften f\u00fcr \u00fcberteuerte 15 US$ zwei Sandwiches. Irgendetwas mussten wir schlie\u00dflich essen bis der Lufthansa Schalter in vier Stunden \u00f6ffnete. &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1435_verkleinert-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-631\" width=\"501\" height=\"376\" srcset=\"https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1435_verkleinert-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1435_verkleinert-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1435_verkleinert-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1435_verkleinert-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1435_verkleinert-120x90.jpg 120w, https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1435_verkleinert.jpg 2016w\" sizes=\"auto, (max-width: 501px) 100vw, 501px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong> Der menschenleere Chicago O\u2019Hare Flughafen<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nachdem wir bei der Lufthansa unser Gep\u00e4ck erneut eingecheckt hatten (dieses Prozedere ist seit den Anschl\u00e4gen des 11. Septembers 2001 in den USA unumg\u00e4nglich), durften wir voller Hoffnung auf ge\u00f6ffnete L\u00e4den in den Sicherheitsbereich des Flughafens. Aber auch hier war alles geschlossen. Das einzige ge\u00f6ffnete Gesch\u00e4ft war ein McDonalds. Wir wurden also gezwungen uns von Fastfood zu ern\u00e4hren, da uns die Zeitspanne bis wir im Flugzeug etwas zu Essen erhalten w\u00fcrden zu lang erschien. <\/p>\n\n\n\n<p>Am sp\u00e4ten Nachmittag fand dann das Boarding statt und die Boing 747-8 hob wenig sp\u00e4ter Richtung Frankfurt ab. Viele Passagiere an Bord sahen traurig aus. Viele konnten \u00e4hnliche Geschichten erz\u00e4hlen wie wir. Einige der Passagiere trugen Atemschutzmasken. Es kam eine Durchsage, dass in allen Buchungsklassen nur ein eingeschr\u00e4nkter Service angeboten wird. Wir stellten uns darunter vor, dass wir vielleicht die Getr\u00e4nke selbst in der Boardk\u00fcche abholen m\u00fcssen, um damit den engen Kontakt des Flugpersonals zu minimieren. Tats\u00e4chlich hat die Lufthansa aber mit \u201eeingeschr\u00e4nktem Service\u201c eine erheblich reduzierte Leistung der Speise- und Getr\u00e4nkeverpflegung gemeint. Wir erhielten eine 1,5 Liter-Flasche Wasser f\u00fcr den gesamten Flug. Jeder der schon einmal Langstrecke und nachts geflogen ist wei\u00df, dass so eine Flasche nicht am Platz gelagert werden kann, ohne dass diese quer durch die Kabine rollt. Auf Nachfrage, ob wir zum Essen vielleicht ein anderes Getr\u00e4nk in der Boardk\u00fcche abholen d\u00fcrfen, wurde das entschieden verneint. Die Ausgabe des Essens (es gab keine Wahlm\u00f6glichkeit) erfolgte unter Benutzung von FFP2-Atemschutzmasken. Das ist zwar als Schutz f\u00fcr das Personal verst\u00e4ndlich und nachvollziehbar, dennoch war dies ein seltsames ungewohntes Bild f\u00fcr uns. Wir hatten den Eindruck, dass der eingeschr\u00e4nkte Service jedenfalls weniger direkt mit den Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr das Personal zu tun hatte, sondern viel mehr mit einer Kostenreduzierung in dieser f\u00fcr die Airline schweren Zeit.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p>In Frankfurt angekommen machten wir uns gleich auf den Weg zum Fernbahnhof. Am Flughafen selbst fanden zu unserer \u00dcberraschung  ebenfalls keine Gesundheits\u00fcberpr\u00fcfung der Flugg\u00e4ste statt. Es gab auch keine Hinweise, wie man sich nach einem Langstreckenflug am besten verhalten sollte. Die Gesch\u00e4fte waren wie in Chicago geschlossen, aber die B\u00e4cker und einige wenige Essensst\u00e4nde hatten ge\u00f6ffnet. Verhungern mussten wir also nicht. F\u00fcr die Fahrt nach Bremen suchten wir uns extra einen Zug aus, der nicht \u00fcber Nordrhein-Westfalen fuhr. Hier sollten zu diesem Zeitpunkt die meisten Coronaf\u00e4lle in Deutschland vorkommen. Wir hatten nat\u00fcrlich ein ungutes Gef\u00fchl, waren nun auf drei Flugh\u00e4fen, in zwei vollen Flugzeugen und jetzt sollten wir auch noch mit dem Zug quer durch Deutschland fahren. Im ICE nach Hannover (dort mussten wir umsteigen) kaperten wir uns ein Sechser-Abteil, stellten die gro\u00dfen Rucks\u00e4cke auf die Sitze und desinfizierten erst einmal alle Griffe und Oberfl\u00e4chen. Der Zug war leer und nur wenige Menschen waren unterwegs. In Hannover wurde unser Anschluss-ICE gestrichen und wir haben dann schnell entschieden einen Regional-Express zu nehmen, der nur wenige Minuten sp\u00e4ter losfuhr. Auch dieser Zug war leer und wir hatten einen ganzen Wagon f\u00fcr uns alleine. V\u00f6llig \u00fcberm\u00fcdet erreichten wir dann am sp\u00e4ten Mittag unsere Heimat Bremen. Weil wir aufgrund des Nachtfluges nun die zweite Nacht hintereinander kaum Schlaf bekommen haben, waren wir froh nach rund 28 Stunden Reisezeit endlich zu Hause zu sein. Wir haben uns aufgrund des theoretischen Risikos einer Ansteckung bei der R\u00fcckreise entschieden, uns eine Selbstisolation f\u00fcr 14 Tage zu verordnen und zu Hause zu bleiben. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1463_verkleinert-1024x488.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-632\" width=\"544\" height=\"259\" srcset=\"https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1463_verkleinert-1024x488.jpg 1024w, https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1463_verkleinert-300x143.jpg 300w, https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1463_verkleinert-768x366.jpg 768w, https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1463_verkleinert-1536x731.jpg 1536w, https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E1463_verkleinert.jpg 2016w\" sizes=\"auto, (max-width: 544px) 100vw, 544px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Wilkommen zur\u00fcck, Willkommen bei der Deutschen Bahn!<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Als wir am n\u00e4chsten Morgen in unserem Schlafzimmer aufwachten, hatten wir beim ersten Augen\u00f6ffnen beide denselben Gedanken: Unser Schlafzimmer \u2013 das muss ein Traum sein! Leider war es das nicht. Das war sehr surreal f\u00fcr uns. Wir waren vier Monate und vier Tage unterwegs und haben dabei 11 L\u00e4nder bereist. Zeitlich betrachtet haben wir nicht ganz die H\u00e4lfte unserer Weltreise geschafft. Sehr wohl aber nach Anzahl der Staaten, denn wir hatten beabsichtigt 22 L\u00e4nder zu bereisen. Nun lagen wir also in unserem Bett und dachten dar\u00fcber nach, wann wir denn wohl den zweiten Teil unserer Weltreise starten k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Abenteuer Weltreise geht auf jeden Fall weiter! Ihr fragt euch wann das sein wird? Wir auch! Fragt ihr euch wohin es gehen wird? Lasst euch \u00fcberraschen. Nat\u00fcrlich schreiben wir unseren Blog weiter, sobald wir das Abenteuer fortf\u00fchren. Seid gespannt!<\/p>\n\n\n\n<p>Bleibt gesund und bis bald auf <a href=\"http:\/\/www.moinreise.de\">www.moinreise.de<\/a> \ud83d\ude0a<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E7598_verkleinert-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-629\" width=\"521\" height=\"391\" srcset=\"https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E7598_verkleinert-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E7598_verkleinert-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E7598_verkleinert-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E7598_verkleinert-120x90.jpg 120w, https:\/\/www.moinreise.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_E7598_verkleinert.jpg 1514w\" sizes=\"auto, (max-width: 521px) 100vw, 521px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>To be continued &#8230;<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Reisezeit: M\u00e4rz 2020 Ich schreibe diesen Blogartikel w\u00e4hrend ich in meinem Arbeitszimmer in unserer Wohnung in Bremen sitze. 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